
Schmuck umarbeiten – eure Geschichte neu gefasst
Ob Erbschaft, Umzug oder Lebensumbruch: Vieles, was nach Jahren aus Schubladen und Tresoren ans Licht kommt, wird nicht mehr getragen. Doch das Material ist kostbar – und die Erinnerung daran oft unbezahlbar.
Ein geerbter Ring, der nicht mehr passt, oder die abgelegte Lieblingskette: Daraus lässt sich etwas erschaffen, das wieder lebt. In meiner Werkstatt in Dießen verwandle ich euer Altgold und alte Erinnerungsstücke in neuen Schmuck – manchmal entsteht ein einziges, besonderes Unikat aus mehreren Teilen, manchmal eine kleine Serie für die ganze Familie.
Das Ergebnis ist immer dasselbe: Ein persönliches Lieblingsstück, das voller Stolz getragen wird.

Was bei mir umgearbeitet werden kann
Erbstücke und alte Ringe. Trauringe der Eltern oder Großeltern, Solitärringe, Cocktailringe – die meisten Erbstücke lassen sich umarbeiten. Auch wenn die Steine alt oder verkratzt sind, lassen sie sich oft retten.
Altgold ohne Form. Alte Ketten, Anhänger, Bruchgold, einzelne Trauringe – das Material wird eingeschmolzen und in das neue Stück eingearbeitet.
Einzelne alte Steine. Diamanten, Saphire, Smaragde aus alten Fassungen lassen sich neu fassen – entweder als zentrales Element des neuen Stücks oder als Detail.
Was nicht geht: Stark beschädigte oder qualitativ minderwertige Stücke lohnen sich oft nicht. Das sage ich ehrlich im Erstgespräch – lieber bevor du eine Erwartung aufbaust, die ich nicht erfüllen kann.
Wie eine Umarbeitung abläuft
Anfrage per WhatsApp, Telefon oder Mail. Beschreib mir kurz, was du hast (Edelmetall, Edelsteine) und was daraus werden soll. Fotos helfen, ein erstes Bild zu bekommen.
Termin in der Werkstatt. Du bringst die Stücke mit. Wir schauen sie zusammen an – Material, Gewicht, Zustand, Steine. Daraus entsteht eine ehrliche Einschätzung: Was lässt sich erhalten? Was wird umgeschmolzen? Was kann daraus Neues entstehen?
Idee und Entwurf. Wir besprechen, was du dir vorstellst. Wenn nötig, mache ich eine Skizze. Du bekommst einen verbindlichen Kostenvoranschlag und kannst dich dann entscheiden.
Anfertigung. Das alte Stück wird zerlegt, das Material aufbereitet, das neue Stück geschmiedet. Steine fasse ich nach dem Schmieden ein.
Übergabe. Du bekommst das neue Stück und das übrige Material zurück oder wir verrechnen es.

Was mit dem Altgold passiert
Das ist die Frage, die ich am häufigsten höre – und sie ist berechtigt. Drei klare Punkte:
Restgold gehört dir. Was aus dem Altgold nicht ins neue Stück geht, ist dein Material. Du entscheidest, ob du es zurücknimmst oder ob ich es dir zum Tageskurs anrechne.
Material wird transparent bewertet. Vor dem Umschmelzen wiegen wir das Stück, beurteilen Gehalt und Steine. Du bekommst eine schriftliche Notiz mit Gewicht und Wert.
Steine bleiben deine Steine. Wenn du sie zurückhaben oder neu fassen lassen möchtest, gehen sie nicht in fremde Hände. Sie werden vorsichtig ausgefasst, gereinigt, neu gefasst oder dir zurückgegeben.
Preise
Eine Umarbeitung kostet weniger als eine Neuanfertigung aus frischem Material – weil ein Teil des Materialwerts schon im Altgold steckt. Was den Preis bestimmt:
- Materialaufwand – wie viel zusätzliches Gold, Silber oder Lot ist nötig?
- Komplexität – schlichter Ring oder aufwendige Goldschmiedearbeit mit Fassung?
- Steine – bestehende Steine neu fassen, neue Steine ergänzen, beschädigte Steine ersetzen?
Preisband zur Orientierung:
- Kleinere Umarbeitungen (z.B. Trauring zu Anhänger) ab 120,00 €.
- Komplexere Umarbeitungen liegen entsprechend höher.
- Nach dem Erstgespräch kann ich dir einen verbindlichen Kostenvoranschlag machen und du entscheidest, ob du den Auftrag erteilst.
> Hinweis: Stark beschädigte Stücke und sehr minderwertige Goldlegierungen können meist aus handwerklichen Gründen nicht verwendet werden – das besprechen wir offen, statt eine Arbeit zu beginnen, die mehr Aufwand kostet als das Ergebnis wert ist.
Verwandte Themen
- Auftragsanfertigung — wenn aus dem Altgold etwas ganz Neues werden soll
- Schmuck — Stücke aus der Werkstatt zur Inspiration
- Über mich — Werdegang, Werkstatt-Hintergrund
Häufige Fragen (FAQs)
Was kostet eine Umarbeitung bei dir?
Das hängt vom Stück, vom Materialaufwand und von der Komplexität ab. Kleinere Umarbeitungen beginnen typischerweise bei 90,00 bis 120,00 €, komplexere Schmuckstücke entsprechend höher. Nach dem Erstgespräch in der Werkstatt bekommst du einen verbindlichen Kostenvoranschlag, sobald wir das Stück gemeinsam angesehen haben.
Was passiert mit dem alten Gold bei einer Umarbeitung?
Das Restgold gehört dir. Was nicht ins neue Stück geht, bekommst du zurück oder es wird dir zum aktuellen Tageskurs angerechnet. Vor dem Umschmelzen wird das Stück gewogen und bewertet — du bekommst eine schriftliche Notiz mit Gewicht und Wert. Steine werden ausgefasst und gehen entweder zurück oder werden neu gefasst.
Bleiben meine Steine bei mir?
Ja. Steine werden vorsichtig ausgefasst, gereinigt und entweder neu in das umgearbeitete Stück eingebracht oder dir zurückgegeben. Sie gehen nicht in fremde Hände.
Kann ich den Originalring „retten“?
Manchmal ja, manchmal nein. Wenn der ursprüngliche Ring noch gut tragbar wäre, beraten wir auch in diese Richtung — etwa Größenänderung oder mögliche Änderungen. Lieber das alte Stück erhalten, wenn es geht.
Wie lange dauert eine Umarbeitung?
Je nach Stück und Materialverfügbarkeit. Wir nennen dir im Erstgespräch einen realistischen Termin.
Muss ich extra anreisen, oder geht das auch aus der Ferne?
Für die erste Einschätzung können wir per Foto und Telefon arbeiten. Vor dem eigentlichen Umarbeiten möchte ich das Stück aber in der Hand haben.
Machst du auch kleinere Reparaturen wie Größenänderungen?
Ja, auf Anfrage. Schreib mir kurz, worum es geht, und ich melde mich, ob es sich kurzfristig machen lässt.
